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7000 neue Bäume in Hierscheid

Kinder der Kita Hierscheid pflanzen gemeinsam mit Umweltminister Mörsdorf

Um Klimaschutz ging es gestern in Hierscheid. Hier wurden Bäume gepflanzt. Der Grund ist die Kampagne "Eine Milliarde Bäume - Plant for the planet" und das Aufforstungsprogramm des saarländischen Umweltministeriums.

Von SZ-Redakteurin Yvonne Wildschütz

Die Kindergartenkinder hatten für Minister Stefan Mörsdorf selbstgestaltete Bäume. Foto: Andreas Engel

Hierscheid. Eifrig haben gestern die Kinder der Kindertagesstätte Hierscheid gemeinsam mit dem saarländischen Umweltminister Stefan Mörsdorf und dem Eppelborner Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz eine Ackerfläche nördlich von Hierscheid mit heimischen Laubbäumen bepflanzt. Hintergrund der Aktion ist die Kampagne "Eine Milliarde Bäume - Plant for the planet" und das Aufforstungsprogramm des saarländischen Umweltministeriums.

Mit entsprechenden T-Shirts versehen schritten die Kleinen mit Hilfe von Forstwirtazubis ans Werk. Schließlich hat ihre Kita gemeinsam mit dem saarländischen Umweltministerium, dem Saarforst und dem Toyota Autohaus Klein in Saarlouis die Patenschaft für dieses Projekt genommen, bei dem es gilt, 7000 Bäume auf einem Hektar Fläche zu pflanzen.

Zum einen hieß das also für die Kinder, tatkräftig mitanzupacken. Zum anderen konnten die Kleinen dem Umweltminister aber auch ganz genau erklären, warum eigentlich Bäume gepflanzt werden. Na logo, "dass wir gute Luft kriegen". Da waren sich die Kleinen einig. Umweltminister Mörsdorf erklärte den Kindern: "Förster müssen sehr lange vorausdenken. Schließlich soll es ja auch Bäume geben, wenn ihr groß seid." Klar, das leuchtete ein. Und weil das Thema Bäume, beziehungsweise Wald im Allgemeinen, ein wichtiges Thema in der Hierscheider Kita ist, schenkten die Kinder dem Minister gleicht mal mehrere liebevoll dekorierte Bäumchen.

Nachdem dann jeder Baumpflanzer noch einen selbstgebastelten Waldorden erhalten hatte, konnte es auch losgehen. "Erst kommt die Wurzel in das vorgesehene Loch, dann schütten wir dieses mit Erde auf und drücken es zu", erklärte Forstwirtazubi Dennis Bachmann.

"Entstanden ist die Idee einer solchen Bepflanzung bereits vor 2 Jahren", berichtete die Leiterin der Kita, Jutta Huber. Mit "Plant für the planet" konnte die Idee nun auch realisiert werden.

Und das ist gut so. Denn die Kindergartenkinder hatten gestern jede Menge Spaß bei ihrer Waldpädagogik zum Anfassen. Das bestätigten die Kita-Kinder Justin Pöhler, Justin Speicher und Niklas Grass, die genau wussten, aus was ein Baum eigentlich besteht: "Aus der Wurzel, dem Stamm und den Ästen", sagten sie einstimmig. Gepflanzt wurde eine "bunte Mischung" heimischer Laubbäume, wie Roland Wirtz vom Saarforst berichtete.

Meinung

Wald schlägt Gameboy

Von SZ-Redakteurin

Yvonne Wildschütz

In Zeiten von Videospielen, Gameboy und Playstation ist es geradezu Musik in den Ohren, wenn sich die Kleinen mit Waldpädagogik beschäftigen. Die Kindertagesstätte in Hierscheid geht mit den Kindern regelmäßig in den Wald und hat die Kampagne "Plant für the planet" vorbildlich vorbereitet. Die Kinder haben viel über Bäume gelernt, haben Bilder gestaltet, es gibt in der Kita sogar eine Fotoausstellung zum Thema. Alles in allem eine sehr lobenswerte Arbeit, die die Erzieherinnen geleistet haben. Und vor allem haben sie es geschafft, den Kleinen das Thema nicht nur näher zu bringen, sondern sie sogar dafür zu begeistern. Mit Feuereifer haben die Kinder gestern die Bäume gepflanzt und wussten auch, warum es so wichtig ist, dass sie dies tun. Ganz davon abgesehen, dass diese Kinder, wenn sie sich im Wald aufhalten, logischerweise an der frischen Luft sind, während Playstation, Gameboy und Konsorten ja nun bekanntlich eher drinnen gespielt werden. Für dir Kinder war die Aktion ein schönes Erlebnis. Ein Erlebnis, mit dem auch was für die Umwelt getan wurde.

Hintergrund

Die Kampagne "Eine Milliarde Bäume pflanzen - Plant for the planet" ist eine Aktion der Umweltorganisation der Vereinten Nationen zum Klimaschutz. Weltweit sollen eine Milliarde Bäume gepflanzt werden. Das Aufforstungsprogramm "Kohlendioxid-Senke und -Minderung durch Neuaufforstung und Energiewaldpflanzung" wird vom Umweltministerium auf Staatswaldflächen mit der Unterstützung des Saarforst Landesbetriebes durchgeführt. Ziel ist es, landesweit eine möglichst große Fläche neu aufzuforsten. red

 

Beitrag vom: 23.04.2009

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