Gesucht: Firmen fürs Münzbachtal
Mit günstigen Preisen und guten Gründen wirbt Nonnweiler für den Gewerbepark
Mit einem Aktionspreis, einer neuen Info-Broschüre, einem Flyer und einem neuen Internetauftritt will die Gemeinde Nonnweiler den Gewerbepark Nonnweiler besser vermarkten. Das neue Konzept stellte die Kommune am Donnerstagabend im Mehrgenerationenhaus Nonnweiler vor.
Von SZ-Redakteur Volker FuchsVon SZ-Redakteur Volker Fuchs
Nonnweiler. "Entscheiden Sie sich schnell. Sie finden nach unserer Einschätzung keinen besseren Standort in der Region." Mit diesen Worten warb Gottfried Hares, Geschäftsführer von Pizza Wagner, für den Gewerbepark Nonnweiler im Münzbachtal. Hares sprach am Donnerstagabend im Mehrgenerationenhaus bei der Vorstellung des neuen Marketingkonzeptes der Gemeinde für den Gewerbepark. Dabei geht es um eine zehn Hektar große Erweiterungsfläche des Gewerbegebietes.
Hares nannte einige Standortfaktoren, die für eine Ansiedlung im Münzbachtal sprechen: die gute Infrastruktur, die gute Verkehrsanbindung mit direktem Autobahnanschluss, kurze Wege zu den Behörden und Verwaltungen. Zudem seien die Menschen im Hochwald bodenständig, verlässlich und engagiert.
Mit diesen Argumenten will die Gemeinde verstärkt um Firmen für den Gewerbepark werben. Nonnweiler hat deshalb das Saarbrücker Unternehmen Feld Kommunikation und Design mit der Ausarbeitung eines Marketingkonzeptes beauftragt. Dieses stellte Markus Feld den Gästen aus Politik und Wirtschaft am Donnerstag vor. Die Agentur hat eine neue Image-Broschüre ausgearbeitet, einen Flyer mit einem Aktionsangebot. Beide sind in einer Auflage von 5000 Exemplaren gedruckt. Ein wichtiger Baustein ist eine neue Internetplattform. Neu ist auch ein Logo des Gewerbegebietes, das die Firmen nutzen können.
Ein wichtiger Bestandteil des Marketingkonzeptes ist das Aktionsangebot 2010. Unternehmer, die sich für das Gewerbegebiet entscheiden, müssen keinerlei Nebenkosten zahlen. Baubeginn muss allerdings bis spätestens 30. Juni 2011 sein. Interessenten kaufen das Baugrundstück zum reinen Quadratmeterpreis, erläuterte Bürgermeister Hans-Uwe Schneider. Eine 2500 Quadratmeter große Parzelle kostet demnach 45 000 Euro statt der regulären 55 356 Euro, eine Ersparnis von mehr als 10 000 Euro. Schneider hofft, dass dies ein zusätzlicher Anreiz für Neuansiedlungen ist. Zwei Firmen haben sich auf der Erweiterungsfläche schon niedergelassen. Mit drei Interessenten stehe man in Verhandlungen. Der Gewerbepark ist zehn Hektar groß und nicht parzelliert. So könne man auf die Wünsche der Firmen besser eingehen.
Bürgermeister Schneider ging bei der Veranstaltung auf die Geschichte des Gewerbegebietes näher ein. 1970 habe die Erschließung des ersten Teiles begonnen, 1972 habe sich die erste Firma niedergelassen. 2002 seien alle Flächen vergeben worden, sei man die Erweiterung angegangen. Fast sieben Millionen Euro hat die Erschließung der neuen Fläche samt direktem Autobahnanschluss gekostet. Heute arbeiten laut Schneider in diesem Gewerbegebiet mehr als 2000 Menschen.
Landrat Udo Recktenwald sprach von einer Erfolgsgeschichte im Münzbachtal. Mit 3500 Beschäftigten sei Nonnweiler neben St. Wendel die einzige Kommune im Landkreis mit einem Überschuss an Einpendlern.
Gottfried Hares, Geschäftsführer von Pizza Wagner, ging auf die Entwicklung seines Unternehmens ein. 1985 habe man 50 Mitarbeiter beschäftigt, heute seien es 1300. Wagner habe 200 Lieferanten im Umkreis von 70 Kilometern, 25 in der Gemeinde Nonnweiler, davon zehn im Gewerbepark. Verlässliche Partner zu haben, auch das sei ein Standortfaktor.
Interessenten können sich melden bei der Gemeinde Nonnweiler, Telefon (0 68 73) 66 00, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land, Telefon (0 68 51) 90 30, oder der Landesentwicklungsgesellschaft Saar, Telefon (06 81) 9 96 50.
Beitrag vom: 06.03.2010












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